Der Familienclub Niederurnen ist Trägerverein der Spielgruppe Sunnestübli.
Die Spielgruppe gibt Kindern im Altern von 2.5 Jahren bis zum Kindergarteneintritt die Gelegenheit mit gleichaltrigen Kindern in einer konstanten Gruppe bis zu 10 Kindern, eigene Erfahrungen zu sammeln. Jede Gruppe wird von zwei ausgebildeten Spielgruppenleiterinnen betreut. Unser Leitsatz ist "Hilf mir es selbst zu tun." (Maria Montessori). Unter diesem Leitsatz üben die Kinder die Ablösung von ihren engsten Bezugspersonen beim Spielen, Malen, Singen, Werken und Geschichten zuhören in der Gruppe. Die Kinder lernen, ihren Platz in einer Gruppe mit gleichaltrigen Kindern zu finden, sich zu behaupten, aufeinander zu achten und Rücksicht zu nehmen, sich gegenseitig zu unterstützen, fair zu streiten und sich danach wieder zu versöhnen und Freundschaften zu schliessen.
Wir bitten Sie, ihr Kind regelmässig in die Spielgruppe zu bringen. So ermöglichen Sie Ihrem Kind und der Gruppe ein sich Eingewöhnen, Finden und Weiterzuentwickeln.
Unsere Ausgebildeten Spielgruppenleiterinnen können Sie beim Ablöseprozess unterstützen, sprechen Sie bitte bei Herausforderungen mit Ihnen.
Die Spielgruppe ist eine ideale Vorbereitung für den Kindergarten.
Qualitätstandards
Spielen und Begleiten
- Vielfältige Spielaktivitäten
Ihr Kind kann aus vielfältigen Spielaktivitäten frei auswählen. Die Spielgruppenleiterin sorgt für anregende Spielmaterialien und -angebote für alle Entwicklungsbereiche. - Einteilung der Spielgruppenzeit
Das freie Spiel der Kinder ist das zentrale Bildungsmittel. Die Spielgruppenleiterin bietet zusätzlich zum Freispiel Gruppenaktivitäten an wie gemeinsamer Znüni / Zvieri, Singen, Geschichten erzählen, Kreisspiele, Rituale. Gruppenaktivitäten sind einladend und freiwillig. - Spielbegleitung
Ihr Kind kann in der Spielgruppe selbständig oder mit anderen tätig sein und lernt, Probleme selbständig zu lösen. Durch aufmerksames Beobachten erkennt die Spielgruppenleiterin die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und bietet ihm wo nötig Unterstützung oder Impulse an (z.B. zusätzliches Spielmaterial, Konfliktlösungsmöglichkeiten, direkte Ansprache, nonverbale Impulse, Spielanregungen). - Vorbild
Die Spielgruppenleiterin gibt dem Kind Sicherheit und dient ihm als Orientierung. - Sprachentwicklung
Ihr Kind wird von der Spielgruppenleiterin alltagsintegriert (d.h. bei der Begleitung des Spiels, durch vielfältige Spielangebote, Anschauungsmaterial und Gruppenaktivitäten) zum Sprechen angeregt und darin unterstützt, seine Gefühle, Bedürfnisse und Interessen auszudrücken. Es werden Geschichten erzählt, Verse gesprochen und gemeinsam Lieder gesungen. - Beobachtung
Spielgruppenleiterin beobachtet ihr Kind wertschätzend und lässt ihre Beobachtung bei der Auswahl von Anregungen, Materialien und Ritualen einfliessen. In Gesprächen mit dem Kind und seinen Eltern bringt sie ihre Beobachtungen ein.
Beziehung
- Feinfühligkeit und Wertschätzung
Ihr Kind erlebt die Spielgruppenleiterin als feinfühlig und wertschätzend, da sie seine Gefühle, Bedürfnisse und Interessen wahrnimmt und angemessen darauf reagiert. Jedes Kind wird bei mit seinem Vornamen angesprochen. - Klima und Wohlbefinden
Ihr Kind kann darauf vertrauen, wenn es seine Emotionen zeigt, die Spielgruppenleiterin in schwierigen Situationen
professionell und liebevoll reagiert. - Eingewöhnung und Übergänge - Fokus Kind
Ihr Kind darf und soll im Eingewöhnungs- und Ablösungsprozess seine Gefühle ausdrücken. Diese werden von der Spielgruppenleiterin wahrgenommen und sie begleitet das Kind geduldig, verständnisvoll und einfühlsam. - Beziehungen der Kinder untereinander
Ihr Kind hat soziale Kontakte zu anderen Kindern in der Spielgruppe. Die Spielgruppenleiterin unterstützt dies positiv, indem sie beispielsweise das gemeinsame Spiel oder Gespräche anregt und kooperatives Verhalten der Kinder bestätigt und
bestärkt. Konflikte zwischen Kindern werden von der Spielgruppenleiterin beobachtet und wenn nötig unterstützt die Spielgruppenleiterin die Kinder bei der Konfliktlösung.
Dazugehören
- Dazugehören
Alle Kinder sind in der Spielgruppe willkommen und sollen sich wohlfühlen. Jedes Kind wird als eigenständige Persönlichkeit mit spezifischen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Eigenarten wahrgenommen und akzeptiert. - Wertschätzung
Die Kinder erfahren Wertschätzung für ihre religiösen, kulturellen, persönlichen, gesundheitlichen und familiären Unterschiede und dürfen in ihrer Erstsprache sprechen. - Vielfalt erlebbar machen
Die Spielgruppenleiterinnen machen Unterschiedlichkeiten der Kinder in wertschätzender Art erlebbar und gestaltet diese aktiv, z.B. werden Geburtstagslieder aus verschiedenen Sprachen und Kulturen gesungen oder ältere Kinder helfen jüngeren Kindern. - Zugehörigkeit und Verantwortung
Die Spielgruppe ist so weit möglich heterogen zusammengesetzt z.B. bezüglich Geschlecht oder Deutschkenntnissen. Eine konstante Gruppenzusammensetzung ermöglicht, dass sich jedes Kind als Teil der Gruppe wahrnimmt und sich zugehörig
und verantwortlich fühlt. - Mitbestimmung
Ihr Kind darf für das Freispiel den Spielort, die Spieldauer und die Spielpartner selber auswählen. Ideen und Vorschläge des
Kindes sind erwünscht, werden aufgenommen und einbezogen.
Eltern
- Informationen für Eltern
Die Eltern haben mit der Spielgruppe eine schriftliche Vereinbarung und kennen die Inhalte. In der Vereinbarung sind die
Verbindlichkeit des Spielgruppenbesuches und weitere Formalitäten festgehalten. Die Eltern geben Informationen über das Kind und über die Notfallkontakte während der Spielgruppenzeiten bei der Anmeldung bekannt. (ebenfalls werden Informationen zu Krankheiten, Diagnosen, Allergien und Ernährungsformen erfasst).
Die Ferien der Spielgruppe sind auf unserer Homepage unter allgemeine Informationen aufgeführt und jeweils auf der Quartaslrechnung nochmals aufgelistet.
Informationen zur Kündigungsfrist finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage unter allgemeine Informationen, mit ihrer Anmeldung bestätigen Sie die Allgemeinen Informationen gelesen zu haben und zur Kenntnis zu nehmen. - Eingewöhnung und Übergänge - Fokus Eltern
Die Spielgruppenleiterin bespricht die Eingewöhnung und Übergänge mit den Eltern und begleitet das Kind und die Eltern im Ablösungs- und Eingewöhnungsprozess geduldig, verständnisvoll und einfühlsam. Die Eltern bleiben in Absprache mit
der Spielgruppenleiterin so lange in der Spielgruppe, wie es für das Kind unterstützend ist. - Gespräche mit Eltern
Eltern und Spielgruppenleiterin tauschen sich regelmässig über die individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozesse des
Kindes aus. Dabei werden die Ressourcen und Stärken des Kindes in den Mittelpunkt gestellt. Gespräche mit Eltern finden je nach Thema in spontanen Situationen wie z.B. Tür- und Angel-Gesprächen, beim Bringen und Abholen oder
an Elternanlässen statt. - Unterstützung vermitteln
Die Spielgruppenleiterin nimmt die Eltern als kompetente Bildungspartner wahr und unterstützt sie in ihrer Elternfunktion,
indem sie bei Bedarf Kontakt zu Fachpersonen vermittelt oder über professionelle Beratungsstellen, Hilfsangebote, Elternbildungsangebote und Anlaufstellen informiert. - Anlässe und Austausch zwischen Eltern
Die Beziehungen und der Austausch zwischen den Eltern der Spielgruppenkinder werden von der Spielgruppenleiterin unterstützt, z.B. im Rahmen der Elternmitwirkung, bei gemeinsamen Anlässen (z.B. Adventsmorgen) am Elternabend, am Sommeranlass. - Schweigepflicht und Datenschutz
Die Spielgruppenleiterin ist an die Schweigepflicht gebunden und berücksichtigt den Datenschutz in allen
schriftlichen und mündlichen Aussagen, sowie bei Fotografien. Wenn die Eltern einverstanden sind, darf die Spielgruppenleiterin mit externen Personen wie Therapeutinnen, Ärztinnen, Kindergärtnerinnen oder Behördenmitgliedern über ein einzelnes Kind sprechen. Daten, die das Kind betreffen, wie z.B. Notfallinformationen für das Kind, sind für Unbefugte nicht zugänglich. Ihr Kind wird nur an die von Ihnen vorab definierten Personen nach der Spielgruppe abgegeben. Sollte Ihr Kind von einer anderen Person abgeholt werden, müssen Sie die Spielgruppenleiterin unbedingt darüber informieren.
Schutz
- Notfallsituationen
Die Spielgruppenleiterin kann angemessen auf Unfälle, Feuer oder andere Notfälle reagieren. Alle Kinder werden
in Notfallsituationen gut betreut. - Notfallinformationen für die Kinder
Die wichtigsten Notfallinformationen für jedes Kind (Krankheiten, Medikamente, Allergien, Unverträglichkeiten,
Telefonnummern bei Eintritt eines Notfalls) sind der Spielgruppenleiterin bekannt (Daten werden bei der Anmeldung von den Eltern erfragt.) - Gesundheitsprävention
Die Spielgruppenleiterin unterstützt die Kinder und Eltern bezüglich der Ernährung z B. gesunder Znüni und Zvieri
und sensibilisiert sie bezüglich einer guten Zahnhygiene. - Hygiene
Der Spielgruppenraum und die Spielsachen werden regelmässig von den Spielgruppenleiterinnen gereinigt und desinfiziert. Die Spielgruppenleiterin ist Vorbild und vermittelt den Kindern die gängigen Hygienemassnahmen, z.B. Händewaschen zu Beginn der Spielgruppe oder nach der Toilette. Die Spielgruppenleiterin ist vertraut mit den Krankheiten, die gemäss kantonalen Richtlinien zwingend zum Ausschluss aus der Spielgruppe führen und informiert die Eltern entsprechend. Die Spielgruppenleiterin schickt kranke Kinder nach Hause. (Fieber, schlechter Allgemeinszustand, Erbrechen etc.) - Dritte
Die Spielgruppenleiterin schützt das Kind vor sämtlichen Kontakten mit unbefugten Dritten. Das Kind wird nur von Personen abgeholt, die dazu berechtigt sind. Die Eltern kennen die Vorgehensweise und die Informationswege, falls sie ihr Kind einmal nicht abholen können.
Rahmenbedingungen
- Alter der Kinder
Die Kinder können mit 2.5 Jahren in die Spielgruppe eintreten und besuchen diese in der Regel bis zum Beginn der obligatorischen Schulpflicht. - Dauer/Öffnungszeiten
In der Spielgruppe treffen sich Kinder während mindestens zweieinhalb Stunden. Die Kinder haben die Möglichkeit mindestens zweimal wöchentlich eine Spielgruppe zu besuchen. - Gruppengrösse und Betreuungsverhältnis
Eine Gruppe umfasst nicht mehr als 12 Kinder. Die individuellen Bedürfnisse der Kinder oder die Alterszusammensetzung bestimmen den Betreuungsschlüssel. Jede Gruppe wird von mindestens zwei Personen betreut, davon eine ausgebildete Spielgruppenleiterin. - Qualifikation der Spielgruppenleiterin
Die Spielgruppenleiterin hat eine vom Berufsverband SSLV anerkannte Spielgruppenleiterinnen- oder gleichwertige Ausbildung. Die Spielgruppenleiterin bildet sich jährlich weiter (Weiterbildung wird vom Kanton Glarus vorgeschrieben und überprüft durch FKS - Fach- & Kontaktstelle für Spielgruppe Glarnerland). - Raum und Ausstattung
Die Spielgruppe findet in sicherer und geeigneter Umgebung statt. Findet die Spielgruppe drinnen statt, ist der Raum mit kinderund altersgerechtem Spielmaterial ausgestattet und ausreichend gross. - Kantonale und/oder kommunale Bestimmungen
Allfällige kantonale oder kommunale Empfehlungen, Richtlinien, Rechtsgrundlagen etc. sind der Spielgruppenleiterin und der Trägerschaft (Familienclub Niederurnen) bekannt und werden berücksichtigt.
Angebot für Kinder zwischen 1 und 2.5 Jahren
Ihnen steht das Angebot des Kinderspieltreffs der Mütter- & Väterberatung Glarnerland zur Verfügung. Informationen und Anmeldung hier.
Das Angebot richtet sich an Kinder, welche in einem vertrauten Rahmen gemeinsam mit anderen Kindern regelmässig einen Morgen oder Nachmittag verbringen möchten.